Corona:Das Leiden geht weiter
Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob und was die politische Schweiz aus den Fehlern des letzten Sommers gelernt hat.
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Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob und was die politische Schweiz aus den Fehlern des letzten Sommers gelernt hat.
Es hätte gar keine Volksabstimmung gebraucht, um das Frauenstimm- und -wahlrecht in der Schweiz einzuführen. Das Bundesgericht hätte es auf die Verfassung gestützt tun können. Oder das Parlament. Doch das wollten die Schweizer Männer nicht, sagt Historikerin Arni.
«Mitgegangen, mitgefangen.» Nach diesem Motto verurteilt das Basler Strafgericht derzeit reihenweise Menschen, die im Herbst 2018 gegen die Neonazi-Partei PNOS protestiert hatten. Das schlägt in Basel hohe politische Wellen.
Der BVG-Kompromiss der Sozialpartner bringt den Lohnabhängigen einiges, besonders den Frauen. Jetzt kommt er in den Nationalrat.
Die Nationalbank (SNB) erhöht ihre Gewinnausschüttung an Bund und Kantone auf 6 Milliarden Franken pro Jahr. Macht total 24 Milliarden mehr. Es geht also doch!
Statt den Umstand zu feiern, dass die Männer den Frauen am 7. Februar 1971 endlich erlaubten, politisch mitzureden, feiern sich die Frauen zum 50. Stimmrechtsjubiläum lieber selbst.
Dreissig Jahre nach dem ersten und zwei Jahre nach dem zweiten Frauenstreik diskutieren Aktivistinnen aus der ganzen Schweiz über eine Neuauflage.
Diese drei Akteure haben mit dafür gesorgt, dass wir in einer zweiten heftigen Coronawelle stecken.
Im Schreinereigewerbe gilt ein vertragsloser Zustand. Weil der Meisterverband ein fertig verhandeltes Vertragspaket auf der Zielgeraden sausen liess.
Es fällt leicht, sich über den Putschversuch des Trump-Mobs in den USA zu entsetzen, zu empören oder zu belustigen. Dabei ist gerade die Schweiz seit über drei Jahrzehnten ein Paradebeispiel dafür, wie rechte Demagogen eine bürgerliche Demokratie nachhaltig beschädigen können.
Gibt es einen Widerspruch zwischen Pandemiebekämpfung und Wirtschaftsleben? Nein, sagen die Daten.
Der neue Impfstoff gegen Corona der US-Firma Moderna wird bei der Lonza in Visp produziert. Das ist nur möglich, weil die Chefs vor Jahren einen super Riecher hatten.