Ich arbeitete als Gärtner und habe auf den 1. Oktober 2018 meinen Job verloren. Ein Bekannter hat eine Gartenbaufirma. Dort habe ich nun die Möglichkeit, aushilfsweise während zweier Tage pro Woche als Gärtner zu arbeiten. Was muss ich beachten?
Tagsüber ist es jetzt wieder warm. Zu warm. Nach eiskalten frühen Morgen. Februar, es kann noch einmal schneien bis herab in die Niederungen, wo an schattigen Stellen noch die Reste vom letzten Mal liegen.
Wäre heute früher, viel früher, würde alles einfach ein wenig länger dauern, wenn auf den Strassen Schnee liegt. «Wäre das Arbeitsleben gemütlich, würden wir in der Winterzauberwelt einen sicheren Schritt nach dem andern tun», denkt die Briefträgerin. Aber heute ist nicht früher, und das Arbeitsleben war kaum je gemütlich.
In rund drei Monaten ist es soweit: Am 14. Juni ist Frauenstreik. Es geht um Lohngleichheit und unbezahlte Hausarbeit. Um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und um das Ende von Sexismus und Gewalt.
Juristin Carla Quinto begleitet in Rom misshandelte Frauen durch den «langen, schmerzhaften Rechtsweg». Die Feministin rührt aber auch die Werbetrommel für einen Frauenstreik am 8. März – gegen Italiens Macho-Regierung.
Sie ist die prominenteste Frauen- und Menschenrechtlerin der Türkei. Ob sie am internationalen Frauentag am 8. März demonstrieren wird, weiss sie noch nicht. Vielleicht sitzt sie dann schon wieder hinter Gittern.
Weniger Lohn, weniger Rente, häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung und jede Menge Gratisarbeit: «Jetzt reicht’s!» sagen Moira Walter (23), Stefanie von Cranach (27) und Alexandrina Farinha (58). Sie engagieren sich schon heute für den Frauenstreik vom 14. Juni.
Danke, Donald Trump: Seit es ihn gibt im Weissen Haus, gibt es auch eine neue Frauenbewegung. Und sie verbreitet sich wie ein lila Lauffeuer. Nicht mit uns, sagen die Polinnen zu ihrer katholisch-konservativen Rechtsregierung und deren Plänen für ein Abtreibungsverbot. Und die Spanierinnen rufen: «Schluss mit diesem Machismo!» Letztes Jahr, am grossen Frauenstreik, waren sie sechs Millionen. Und sie wollen es schon wieder tun: Am 8. März, am internationalen Frauentag, soll alles ruhen, zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Schule. «Das ist ein echter Generalstreik», sagt Mitorganisatorin Chelo Hernández. Sie ist streikerprobt und wild entschlossen. Doch nicht nur sie: Von Rio bis nach Kerala brechen die Frauendemos nicht ab. «Jetzt müssen wir einfach», sagt Alexandrina Farinha. Die Wahlgenferin ist aktiv im Genfer Streikkomitee für den Frauenstreik am 14. Juni.
Wer gegen den laufenden Putsch in Venezuela ist, wird von Rechten und Medien als «ewiggestriger Revolutionsromantiker» gegeisselt. Höchste Zeit für ein paar Fakten.