Bin Salman, Amazon & Co.: Der digitale Kapitalismus als Waffe
Im digitalen Kapitalismus haben Google, Facebook und Amazon ein unheimliches Monopol. Zusammen mit den Geheimdiensten wissen sie mehr über uns als wir selber.

Im digitalen Kapitalismus haben Google, Facebook und Amazon ein unheimliches Monopol. Zusammen mit den Geheimdiensten wissen sie mehr über uns als wir selber.
Nach zwanzig Jahren als SGB-Präsident tritt Paul Rechsteiner auf den kommenden SGB-Kongress von seinem Amt zurück. Für seine Nachfolge stehen mit Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard zwei valable Kandidaturen zur Verfügung.
Katar erfindet sich gerade neu. Als Sport-Emirat, als Touristen-Hochburg, als Kunst-Mekka. Eine work-Reportage.
Jean Ziegler über die blutige Spur der Schweizer Rüstungsindustrie.
Schäbige Lohnerhöhung, dafür an Heiligabend chrampfen lassen. Geht es nach den Detailhändlern, wären dies fröhliche Weihnachten. Ein Kommentar.
Wie gewinnt man Wahlen? Mit Ausländerfeindlichkeit. Christoph Blocher macht es seit Jahrzehnten vor. Mit schwarzen Schafen, Messerstechern, Masseneinwanderung. Andere sind gefolgt. Marine Le Pen in Frankreich, Viktor Orbán in Ungarn, Matteo Salvini in Italien. Nun stehen im Mai 2019 Wahlen zum Europäischen Parlament an. Die Rechtsaussenparteien bereiten sich seit langem darauf vor.
Die Schweiz erlebt gerade ihre bisher dreisteste Fake-News-Abstimmungskampagne. Fakten spielen für die SVP nicht einmal mehr pro forma eine Rolle.
Ein Glas wäre angemessen, meinten Sie angesichts Ihrer auf Staatskosten bechernden Stabsoffiziere. Dabei ist für Quartalstrinker selbst ein Glas zu viel. Ein Schluck, und es gibt kein Halten mehr. Wer würde für die Sicherheit der Zivilbevölkerung sorgen, sollte der atomare Schutzschild der Nato nötig werden (America First – Sir!).
Mehr als 170'000 Migrantinnen und Migranten arbeiten in Katar als Hausangestellte, Gärtner und Chauffeure. Vor allem Frauen aus Süd- und Südostasien. Lange waren sie ihren Chefs schutzlos ausgeliefert. Jetzt wehren sie sich.
Katar sei wie Schwamendingen, nur zwei Einkaufszentren, nix los. So redete einst Ex-Nati-Spieler Hakan Yakin über das kleine Emirat am Persischen Golf. Das war vor zehn Jahren. Inzwischen überstrahlt der heisse Wüstenfleck nicht nur Schwamendingen, sondern die halbe Welt. Denn Katars Herrscher, Scheich Tamim bin Hamad al Thani, Enkel von Sheik Khalifa bin Hamad bin Abdullah bin Jassim bin Mohammed Al Thani, hat einen Plan. Katar soll überall ganz vorne mitspielen: in der Wirtschaft, im Sport, im Tourismus. Scheich al Thani baut wie verrückt. Derzeit für 220 Milliarden Dollar unter anderem acht Fussballstadien und sogar eine ganze Stadt: Lusail City. Dort wird am 21. November 2022 die Fussball-WM angepfiffen. Dafür chrampfen schon jetzt über 2 Millionen Arbeitssklavinnen und -sklaven aus Indien, Nepal, Bangladesh und den Philippinen. Das ist die blutige Seite von Bling-Bling-Doha.
Wir haben die AHV und die IV. Wir haben die Proporzwahl bei den Nationalratswahlen. Wir haben die Fünftagewoche. Und wir haben das Frauenwahl- und -stimmrecht. All diese Errungenschaften gehören heute so fest zur Schweiz wie das Matterhorn. Und fast all diese Errungenschaften erlebten ihre Geburtsstunde am Generalstreik von 1918.
Sechzehntausend Büezer heizen den Baumeistern ein. Kommen die jetzt endlich zur Vernunft?