In der Pflege fehlen in Deutschland derzeit Zehntausende Berufsleute, in den nächsten Jahren werden es Hunderttausende sein. Die ARD-Tagesschau brachte es so auf den Punkt: «Notstand Personal: überlastet, ausgelaugt – und weg.»
Dass Ihr Megan und Harry links liegen lässt, finde ich klasse. Dafür berichtet Ihr über arbeitende Menschen, denen Respekt gebührt und die sich ihre Würde verdienen. Lassen wir die Könige leben, aber enteignen und ignorieren wir sie.
Frauen müssen viel mehr leisten, um in die obersten Firmenetagen zu kommen. Und wenn sie dort angelangt sind, verdienen sie erst noch bis zur Hälfte weniger als ihre Kollegen.
Manager, Anwältinnen und andere Gutverdienende haben in der Schweiz eine geringere Wahrscheinlichkeit, vor dem Rentenalter zu sterben, als Angestellte und Arbeiter.
Was würden Sie, liebe Leserin, mit 7000 Franken mehr pro Jahr machen? Die Frage sei müssig, sagen Sie, weil das sowieso illusorisch sei? Nicht unbedingt. Hätten wir nämlich Lohngleichheit in der Schweiz, würde das ganz schön einschenken. Das zeigen Exklusivberechnungen, die work beim Berner Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) in Auftrag gegeben hat. Dann bekäme jede erwerbstätige Frau im Schnitt 3 Franken pro Stunde, 590 Franken pro Monat, 7000 Franken im Jahr mehr. Und 303'000 Franken mehr im ganzen Erwerbsleben.
Ofenbauer Patrick Josi aus Adelboden kann nicht länger zuschauen bei der Preisdrückerei. Denn: Wenn nur das Billigste zählt, hat einer mit einer ehrlichen Offerte keine Chance.
Pierre Solo arbeitet in einer Mine von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo. Und er ist ein aktiver Gewerkschafter. Beides ist ziemlich riskant.