Fast 5000 Milliarden Dollar pumpen die Regierungen weltweit in die Wirtschaft. Und kaschieren damit, dass die jetzige Finanzkrise bereits 2007 begann.
Frühling in Corona-Zeiten, ein seltsamer Kontrast. Hier neues Spriessen, Aufblühen und Wachsen. Das Leben, halt. Dort Angst, Krise und Krankheit. Der Tod. Und alles, was der Frühling so macht: einen rausziehen, einen ausziehen, einen ranziehen, sollten wir derzeit besser nicht tun. Doch träumen, das ist zwar auch ansteckend, aber das können wir. Der Kirschbaum im Garten ist jetzt noch schöner als andere Jahre. Der Blütenzauber noch zauberhafter. Augen mit Frühling füllen. Augen dann schliessen. Von diesem Frühlingserwachen handelt auch unsere Frontseite. Ein Bild gegen den Virus-Koller. Man sieht den Virus nicht, man riecht ihn nicht – und doch ist er da. Und dominiert alles.
Die Schweiz kann diese Krise stemmen. Aber es braucht jetzt die Solidarität aller, damit wir da möglichst unbeschadet hindurchkommen. Kein Shutdown der Wirtschaft, aber einen technischen Stop für nichtessentielle Arbeiten.
Wenn das Pro-Kopf-Einkommen steigt, steigt auch die Lebenserwartung. Mit der Zunahme des Volkseinkommens nimmt meist die Armut ab und die Gesundheitsversorgung wird verbessert. Dass ist oft so, aber nicht immer.
Der Corona-Virus fordert auch die Unia heraus. Über Nacht wurde die Gewerkschaft von einer Mail- und Telefon-Lawine überrollt. Und auf Baustellen und in Betrieben rumort es zünftig.
Der «Marseiller Frühling», eine breite links-ökologische Bewegung, hat unerwartet den ersten Wahlgang in der zweitgrössten französischen Stadt gewonnen – gegen ein uraltes, eng geflochtenes Machtsystem. Dann bremsten Präsident Emmanuel Macron und der Corona-Virus die Bewegung aus – vorläufig.
Von seinem Lieblingsautor Albert Camus hat SGB-Chef Pierre-Yves Maillard gelernt, wie herausfordernd Viren für die Menschheit sein können. Er will die Pest zwar nicht mit Corona vergleichen, sagt aber: «Wir müssen schnell handeln!»
Niemand steht zurzeit so sehr im Rampenlicht wie Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. Epidemien hat Mr. Corona aber schon früher bewältigt – und noch viel Schlimmeres erlebt.
Am 22. Februar sagte der ehemalige Berner Immunologieprofessor Beda Stadler in der «Weltwoche»: «Wer als Gesunder mit einer Maske herumrennt, ist bloss ein Fasnächtler.» Heute muss man ergänzen: oder Magdalena Martullo-Blocher. Die SVP-Nationalrätin und EMS-Besitzerin kreuzte an der Session mit einer Schutzmaske aus ihrem Betrieb im Parlament auf. Wurde gerüffelt und machte mediales Theater.