Bundeshaus Bern, Mittwoch, den 14. September. Die energische Berner SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen pflegt eine wohltuend klare Sprache: Die selbstverordneten Saläre der Krankenkassen-Moguln seien ein «reiner Skandal».
Ob Seehunde, Schneeleoparden oder anhängliche Affen: Tierpflegerin Valentina Matti bleibt cool. Mehr Bauchweh als die Tiere machen ihr gewisse Zoogäste.
Der Pharmakonzern Novartis will in der Schweiz 1400 Jobs vernichten. Bisher konnte der Multi mit seinen Abbauplänen oft einfach durchmarschieren. Umso lauter fordern jetzt die Gewerkschaften: Die Stellen bleiben!
Was bleibt, ist frischer Mut. Frauenstreikduft liegt in der Luft! Das Datum steht, save the date: am 14. Juni 2023 sind wir bereit! Vor drei Jahren gingen an diesem Tag eine halbe Million Menschen auf die Strasse und tauchten die Schweiz in ein lila Farbenmeer. Der feministische Streik 2019 war kraftvoll und laut. Aber offensichtlich haben gewisse gutbetuchte Herren und Damen diesen Tag der Tage bereits wieder vergessen, wie das Ja zur AHV-Abbau-Vorlage auf dem Buckel der Frauen gezeigt hat («Wir sind gekommen, um zu bleiben!», AHV 21 am 25. September: Oben gegen unten). Vielleicht braucht es nach der lila Welle jetzt eine lila Flut, für Lohngleichheit, für eine faire Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, für frauenfreundliche Arbeitsplätze … Das Abstimmungsresultat gibt dem Mut Schub für die Flut.
Wir leben in wirtschaftlich turbulenten Zeiten, wie die Schweizer Industrie eindrücklich zeigt. Ende 2019 hätte wohl niemand gedacht, dass wenige Wochen später ein Virus die Produktion fast zum Erliegen brächte.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beendet die Phase mit Negativzinsen. Das freut vor allem die Banken. Sie bekommen jetzt von der SNB Milliarden fürs Nichtstun ausbezahlt.
Geht einer Firma das Geld aus, sind auch die Löhne gefährdet. Die Insolvenzentschädigung bietet den Arbeitenden einen Schutz – allerdings einen limitierten.