Der Bund hat zwar die Öl-Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Dennoch fliessen Öl und Geld munter weiter – mit gütiger Mithilfe der Schweiz als zentralen Handelsplatzes
Nervosität beruhigen, Panik verhindern, Vertrauen zurückgewinnen, Zuversicht vermitteln, freie Entfaltung zulassen. Was nach der Beschwichtigung trotziger Kinder klingt, ist der Jargon, mit dem die Finanzwelt über ihre Märkte spricht. Und sich damit gleich selbst demontiert. Denn diese Aussagen stehen im krassen Widerspruch zur traditionellen Sichtweise der Finanzmärkte: Nach der klassischen Theorie über die Kapitalmärkte kann es gar keine nervösen Märkte geben, weil der Markt ja vom Homo oeconomicus dominiert wird, vom stets logisch handelnden Menschen, der immer nach dem maximalen Nutzen strebt.
GÖTTER. Seit Jahrzehnten wird zwar auch in den Wirtschaftswissenschaften Kritik an dieser Sichtweise geübt – aber offenbar nur mit mässigem Erfolg. Stattdessen erscheinen die «Märkte» als von menschlichem Handeln losgelöste Götter, die es zu besänftigen gilt. Notfalls auch per Aushebelung der Demokratie. Und dies nicht erst seit dem Untergang der Credit Suisse. Denn das Regieren per Notrecht gehöre angesichts grosser Finanzkrisen seit bald 100 Jahren zum Staatsverständnis der bürgerlichen Politik, schreibt Philipp Müller in seiner historischen Einordnung des jüngsten Bankenfiaskos.
Ich wurde am 1. Januar 2022 angestellt und erhielt im Dezember die Kündigung. Die vereinbarte Kündigungsfrist betrug einen Monat, demnach sollte das Arbeitsverhältnis per Ende Januar 2023 enden.
Uhrenarbeiterin Suzanne Zaslawski verwandelt Uhrzeiger aus Messing in Gold. Das habe etwas Magisches, sagt sie. Gar nicht bezaubernd seien dagegen die Löhne für Frauen in der Uhrenindustrie.
Frühling 2023: Wir stehen an der Schwelle fürchterlicher Hungersnöte in Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Hauptverantwortlich dafür ist der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.
Also mein Neffe Schorsch spielt E-Gitarre in der Schülerband. Dort hat’s noch einen Keyboarder, einen Schlagzeuger und – Achtung – vier Sängerinnen. Vier!
Was bringt die neue EU-Mindestlohnrichtline für Beschäftigte in der Schweiz? Vorerst nichts, denn die EU-Kommission verlangt nicht, dass die Schweiz das Arbeitsrecht der EU übernimmt.
Sich auf Herz und Nieren prüfen lassen, auch wenn man sich noch jung und fit fühlt: Das ist durchaus sinnvoll. work zeigt, welche Untersuchungen auch Gesunde regelmässig machen sollten. Damit Krankheiten möglichst früh entdeckt werden.
Die Sorge- und Betreuungsarbeit ist in der Schweiz entweder unterbezahlt oder gänzlich unbezahlt. Das neue Buch «Wirtschaft neu ausrichten» zeigt Initiativen und Aktionen für bessere Care-Arbeit aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Noch nie sah ich ein Schweizer Politereignis in unserer Baubaracke so einschlagen wie den Crash der Credit Suisse. Es ist eine unschöne Mischung aus Angst und Wut, die sich jetzt unter den Kollegen breitmacht.