Aktuell

Künzi streikt!

Für mehr Määh

Hey, nume nöd ins Bockshorn jagen ­lassen vo de Grossverdiener! Am 14. Juni kann jedi Frau auf irgend­eine Geissart streiken, sogar beim Schaffen. Man kann zum Beispiel den ganzen Tag lang immer «Määh!» statt «Ja» ­sagen. Oder nimm einen pflegebedürftigen alten Mann im Rollstuhl mit zur Arbeit, weil du einfach niemand anderen gefunden hast, der ihn betreuen kann: «Chef, können Sie mir mal helfen, meinen alleinstehenden, dementen Onkel auf die Rampe zu hieven?»

Editorial

Galaktisch ­relevant

Schreib doch nicht schon wieder über diesen Frauenstreik! Das sagte mir vor zwei Tagen eine gute Freundin und rümpfte ihre schöne Nase: Da fällt in Grossbritannien Theresa May, da stürzt in Österreich die ganze schwarz-blaue Re­gierung, da erhebt sich in Italien nach reüssierten EU-Wahlen der Neofaschist Salvini über alle anderen: und du, was schreibst du? Über einen Frauenstreik, der noch nicht mal stattgefunden hat. Und ich sagte: Warum denn nicht? Warum nicht über den Frauenstreik schreiben? Da ist wenigstens was los, was schon lange nicht mehr los war: Power to the people! Unter dem Pflaster der Strand.

Bärtschi-Post

Die Briefträgerin & der Spezialtransport

Es ist schon einige Zeit her, also sozusagen verjährt. Deshalb kann die Briefträgerin die ­Geschichte heute erzählen. Es war bei den grossen Blöcken ­neben dem Supermarkt. Bei ­denen mit den 50er-Jahre-Kastenanlagen, wo die Briefträgerin mit der Post, die nicht schon von der Maschine vorsortiert wurde, hin und her hastete auf der Suche nach dem richtigen Einwurf.