Hammer, Amboss und rote Nelken
Mit dieser Ausgabe feiern wir Premiere! work hat schon zahlreiche Sondernummern, Extrablätter und Broschüren publiziert, aber noch nie zum 1. Mai! Es war also höchste Zeit.
Mit dieser Ausgabe feiern wir Premiere! work hat schon zahlreiche Sondernummern, Extrablätter und Broschüren publiziert, aber noch nie zum 1. Mai! Es war also höchste Zeit.
Kein Jahr ohne 1.-Mai-Fest. Jedenfalls in der Schweiz: Seit 1890 wird hier der Kampftag der Arbeiterinnen-und Arbeiterbewegung ohne Ausnahme begangen. Sogar während der Corona-Epidemie, als Aufmärsche verboten waren. Aber der Tag hat viele Wandlungen erlebt.
Für mich war der 1. Mai früher einfach ein zusätzlicher Feiertag, wenn auch ein höchst willkommener! Heute weiss ich, wofür ich kämpfen will und muss: für Gerechtigkeit und faire Löhne.
Ihr Einsatz gilt den Migrantinnen, den Rentnern, der Jugend und den Frauen. Könnten sie am 1. Mai zaubern, hätten wir per sofort eine Viertagewoche, höhere Renten, die Anerkennung ausländischer Diplome und eine gerechte und feministische Gesellschaft.
Stahl Gerlafingen schliesst eine ihrer beiden Produktionsstrassen und baut 95 Stellen ab. Die Unia kritisiert die Firmenleitung wegen der unseriösen Zusammenarbeit im Rahmen den Konsultationsverfahrens und fordert die Anwendung des bestehenden Sozialplans.
Die engagierte Berner Gesangstruppe «Linggi Schnure» singt ihre Lieder mit vollem Körpereinsatz. Das tut sie am 1. Mai und auch sonst, seit 50 Jahren, mit Lust und Witz.
Während die Mehrheit in der Schweiz am 1. Mai arbeiten muss, kommt die einstige Büezerbastion Basel seit 101 Jahren in den Genuss eines Feiertags. Der Tag der Arbeit lässt sich aber auch heute noch befreien, wie der Kanton Neuenburg zeigt.
Law-and-Order-Eltern aufgepasst: Hände weg von diesem Kinderbuch! Harmlos angepriesen als «satirisches Humor-Geschenk-Buch», handelt es sich bei «Meine erste Demo» in Tat und Wahrheit um ein radikal-anarchisches Machwerk zur Frühindoktrination unserer Kleinsten.
Nur, wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern: Zum baldigen Tag der Arbeit sagt Ihnen work, was Sie als Arbeitnehmerin und als Arbeitnehmer unbedingt wissen müssen.
Die unteren und mittleren Reallöhne stagnieren, die obersten Löhne steigen stark. Die Krankenkassenprämien explodieren, die Steuern für Topverdienende und Reiche sinken. Jene, die Tag für Tag hart arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen, haben immer weniger Geld im Portemonnaie. Die Gewerkschaften geben Gegensteuer.
Bei den Begrüssungen mit meinen Gspönli sprechen wir meistens kurz über die eigenen Wehwehchen, das Wetter und danach über die Arbeit.