Verkauf: Weniger Tieflöhne dank Gesamtarbeitsverträgen
Zwischen den Unternehmen im Detailhandel können Welten liegen: Mit Coop und Migros treten auf der einen Seite Milliardenkonzerne auf, die je fast 100 000 Mitarbeitende beschäftigen.
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Zwischen den Unternehmen im Detailhandel können Welten liegen: Mit Coop und Migros treten auf der einen Seite Milliardenkonzerne auf, die je fast 100 000 Mitarbeitende beschäftigen.
In den letzten 25 Jahren ist in der Schweiz das Volumen der unbezahlten Arbeit viel stärker angewachsen als jenes der bezahlten Arbeit.
«Die Lehre ist der Königsweg.» So lautet ein Credo der Schweizer Bildungspolitik. In der Tat ermöglicht die Lehre den Zugang zu einer Vielzahl faszinierender und wichtiger Berufe.
Der Arbeitsmarkt entwickelt sich nach wie vor erfreulich. Die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Zahl der offenen Stellen bleibt hoch.
Als Reaktion auf die steigende Teuerung hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) im letzten Dezember den Leitzins nochmals um 0,5 Prozent auf 1 Prozent erhöht. Sie folgte damit der Europäischen Zentralbank und der US-Zentralbank.
In jüngerer Zeit sind die Arbeitnehmenden und die Arbeitsbedingungen immer wieder politischen Angriffen ausgesetzt. Mit Parlamentsvorstössen versuchen die Arbeitgeberkreise, die Erholungs- und Ruhezeiten im Arbeitsgesetz zu verkürzen.
Den Schweizer Lebensmittel-Detailhändlern geht es gut. Während der Corona-Pandemie erlebte die Branche einen Höhenflug. Viele Leute leisteten sich beim Einkaufen mehr, weil sie nicht mehr auswärts essen oder ins Ausland in die Ferien konnten.
Die Schweiz hat eine im höchsten Grad globalisierte Wirtschaft. Das misst sich nicht nur am Anteil des Aussenhandels an unserem Bruttoinlandprodukt, sondern auch am Volumen der Investitionen, die von Schweizer Konzernen im Ausland getätigt werden.
Viele Arbeitende mit tieferen und mittleren Einkommen machen sich Sorgen, ob und wie lange sie mit ihrem Geld noch über die Runden kommen. Die Teuerung läuft den Löhnen davon, die Energiekosten steigen, und im nächsten Jahr kommt der Krankenkassenprämien-Schock.
Die Chefs wissen besser über Löhne Bescheid als die Beschäftigten. Sie zahlen die Löhne aus. Sie wissen, wer im Betrieb wie viel verdient. Die wenigsten Beschäftigten kennen umgekehrt den Lohn ihrer Kolleginnen und Kollegen.
Das Arbeitsvolumen, also das Total aller geleisteten Arbeitsstunden, nahm in der Schweiz im letzten Jahr wieder deutlich zu. 2021 wurden 7,8 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden geleistet, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der «Arbeitsmarkt» ist alles andere als ein normaler Markt. Denn es geht dabei um Menschen, die arbeiten, und nicht um Waren oder Dienstleistungen wie Spaghetti oder Zugbillette.