Wenn wegen Claude & Co. die Erde bebt
Künstliche Intelligenz (KI) ist die Zäsur unserer Zeit. Ähnlich wie die Sprache in der Steinzeit, das Aufkommen der Landwirtschaft, die Erfindung der Dampfmaschine oder des Webstuhls.
Anne-Sophie Zbinden ist die Chefredaktorin von work.
Künstliche Intelligenz (KI) ist die Zäsur unserer Zeit. Ähnlich wie die Sprache in der Steinzeit, das Aufkommen der Landwirtschaft, die Erfindung der Dampfmaschine oder des Webstuhls.
Die Zeichen stehen auf Sturm. Der Nahe Osten steht in Flammen, die USA sind ausser Rand und Band, rechtsextreme Tendenzen nehmen weltweit rasant zu,
Das Jahr scheint schon alt, arg lädiert, bevor es überhaupt so richtig begonnen hat: Die Brandkatastrophe von Crans-Montana (und plötzlich war die Medienwelt voller selbsternannter Brandspezialisten) oder die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA (und plötzlich schossen ältere Herren als Lateinamerika-Experten wie Pilze aus dem Boden).
Wie die Heiligen Drei Könige zum Jesuskind reisten sechs scheinheilige Wirtschaftsherrscher ins Land der längst nicht mehr so grenzenlosen Möglichkeiten, um ihrem Heilsbringer zu huldigen. Im unerschütterlichen Glauben an den Kapitalismus.
«Das grenzt an Sklaverei», titelt am 30. Juni 1996 der «Sonntagsblick». Der Grund: Kellner Anto Blazanovic muss im Berner Restaurant Sternenberg plötzlich acht Stunden mehr arbeiten, also neu 50 Stunden pro Woche.
Und wieder ist die Angst gross: Es ist von der «gefährlichsten Steuervorlage» seit Jahrzehnten die Rede, vom «Ende der Marktwirtschaft», vom «ausblutenden Mittelstand», von Milliardenverlusten, vom Reichen-Exodus …
Es gibt Geschichten, die sind so haarsträubend, dass sie nur das echte Leben schreiben kann. Zum Beispiel jene des Gastrochefs, der seine Mitarbeiterinnen mit Sex-SMS belästigt.
US-Präsident Donald Trump könnte ein begnadeter Jasser sein (leider wissen wir es nicht). Zumindest hat er im «Differenzler» mit Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter gezeigt, was er draufhat.
Die grösste Schweizer Gewerkschaft wird zwanzig – und lädt ihre gut 170 000 Mitglieder zum Feiern ein.
Die aktuelle Welle, welche die Frauenrechte erodieren lässt und viele Frauen an Leib und Leben bedroht, ist neu.