Onlineshops: So erkennen Sie die seriösen Anbieter im Internet
Die Checkliste für den sicheren Einkauf

Es gibt viele vertrauenswürdige Onlineshops – doch es gibt eben auch betrügerische Anbieter und Fakeshops. Aber wie lassen sich diese voneinander unterscheiden?

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LASSEN SIE SICH NICHT ABZOCKEN: Seriöse Onlineshops haben ein Impressum, Kontaktangaben oder ein Gütesiegel. (Foto: Shutterstock)

Es ist praktisch: einfach vom Sofa aus bestellen und sich ein Produkt nach Hause liefern lassen. Doch online einzukaufen ist nicht risikofrei. Fakeshops, die mit günstigen Preisen locken, aber keine Ware liefern oder ihre Kundschaft mit Gebühren abzocken, lassen sich manchmal fast nicht erkennen. Wer sicher einkaufen will, sollte auf diese Merkmale achten:

Das Impressum

Wenn Sie einen Webshop noch nicht kennen, sollte Ihr erster Blick zum Impressum wandern: Gibt es eins? Wenn nicht, Hände weg. Es sollte immer klar ersichtlich sein, wer hinter dem Angebot steckt. Ein Impressum mit Firmennamen, Rechtsform, vollständiger Adresse und Kontaktmöglichkeiten ist ein ab­solutes Muss.

Die Erreichbarkeit

Eine Frage zu einer Retoure oder einem Produkt? Eine Reklamation? Manchmal ist es gar nicht so einfach, die Händlerinnen und Händler zu erreichen – weil kein Kontakt angegeben ist oder Kontaktversuche via Mail ins Leere laufen. Vertrauenswürdige Shops sind über mehrere Kanäle erreichbar: Neben einer Mailadresse sollte im Normalfall ein Kontaktformular vorhanden sein und besser noch eine Telefonnummer.

Die Datensicherheit

Sind meine Zahlungsdaten sicher? Da ist ein Blick in die Adresszeile des Browsers hilfreich: Beginnt die Adresse des Shops mit «https» und steht vor der URL ein Schlosssymbol? Dann werden die Daten sehr wahrscheinlich verschlüsselt übertragen, auch wenn es keine Garantie ist. Denn das Schlosssymbol kann gefälscht werden. Fehlt es jedoch, ist es ziemlich sicher, dass der Shop nicht seriös ist, und dann sollten Sie keine Kreditkartendaten oder persönliche Informationen preisgeben.

Die Rücksendung

Prüfen Sie vor der Bestellung die Rücksendekonditionen. Seriöse Anbieter informieren verständlich über Versandkosten, Lieferzeiten und Rückgaberechte. Sind die Bedingungen nicht klar, sehen Sie von einem Kauf ab. Wer online Waren oder Leistungen anbietet, ist zudem verpflichtet, die AGB aufzuführen. Fehlen diese oder enthalten sie viele grammatikalische Fehler, handelt es sich wahrscheinlich nicht um ein ­seriöses Unternehmen.

Das Gütesiegel

Führt der Internetshop ein Gütesiegel auf? Das kann eine Orientierung sein. Solche Gütesiegel sind zum Beispiel «Trusted Shops» oder «Swiss Online Garantie». Natürlich lassen sich auch Gütesiegel fälschen. Klicken Sie auf das Gütesiegel. Werden Sie zur erwarteten Website weitergeleitet? Falls Sie weitergeleitet werden: Sind die Qualitätskriterien beschrieben, und werden Angaben dazu gemacht, wie und wie oft die Organisation überprüft wird? Falls ja, handelt es sich um eine vertrauenswürdige Organisation.

Die Zahlungsmethoden

Ein seriöses Unternehmen bietet mehrere Zahlungsmöglichkeiten an wie Kauf auf Rechnung, PayPal, Twint und Kreditkarte. Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen die Zahlungsmethoden ungewöhnlich erscheinen oder nur Vorkasse per Überweisung möglich ist.


WarnlistenHelfen Sie!

Kommt Ihnen eine Web­site betrügerisch vor? Melden Sie sie dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Falls Ihre Daten für eine Bestellung missbraucht wurden oder Sie Ware bezahlt, aber nie erhalten haben, können Sie den Fall dort melden. Der K-Tipp führt eine Warnliste von unseriösen Webshops (rebrand.ly/ktipp-warn­liste). Hier werden Shops aufgeführt zum Beispiel wegen Lieferung von Ramschware oder Rücksendung auf eigene Kosten nach China. 

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