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So sieht der Alltag hinter den OP-Türen wirklich aus

Personalmangel, Dauerstress und keine Zeit zum Durchatmen: Operationstechnikerin Nikki erzählt work, was die Arbeit im Operationssaal mit den Menschen macht, die täglich Leben retten. 

Fast 24’000 Menschen folgen Nikki auf Instagram. Dort gibt die 30-jährige Operationstechnikerin unter dem Namen «nikki.undso» Einblicke in ihren Berufsalltag im OP. Angefangen habe alles aus Langeweile, sagt sie gegenüber work. Sie habe mit den Videos einen kreativen Ausgleich gefunden und wolle gleichzeitig zeigen, was hinter den Türen eines Operationssaals passiert. Denn viele Menschen hätten Angst vor einer Operation und wüssten kaum, wie der Alltag im OP aussieht. Aus diesen Einblicken in ihr «Daily Business» und den Herausforderungen des Berufs ist mit der Zeit eine grosse Community entstanden.

Im OP erlebt man so viel, da geht einem der Gesprächsstoff nicht aus.

Doch Nikki spricht nicht nur über lustige oder kuriose Momente. Sie äussert sich auch kritisch zu den Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen: zu Personalmangel, fehlenden Pausen und der psychischen Belastung, die viele im Gesundheitswesen täglich tragen. Besonders enttäuscht ist sie darüber, dass die Pflegeinitiative zwar vom Volk angenommen wurde, sich für die Beschäftigten aber bis heute kaum etwas verändert hat. In einem TikTok-Video äusserte sie sich deutlich dazu:

@nikki.undso Liebe Politik. Das Gesundheitswesen ist überlastet, uns fehlt Personal, PatientInnen werden mehr und mehr. Täglich werden 12h Schichten gearbeitet, ohne Pausen, ohne Essen, ohne auf Klo gehen zu können und ohne kurz durchzuatmen. Klatschen reicht schon lange nicht mehr! Wacht auf, denn irgendwann meine lieben, werdet auch ihr bei uns liegen und ja, ihr werdet VIP sein aber was ist mit eurer Mutter, eurem Vater, euren Freunden? Die warten dann, liegen auf dem OP Tisch bei müden Chirurginnen und Chirurgen, ausgebranntem und krankem Personal. Warum? Weil irgendwann alle an ihre Grenzen kommen. Im Flugverkehr gibts strikte Regeln, klare Pausen, starke Entlöhnung warum? Es geht um Menschenleben. Ach was? Und im Spital nicht? Think about, think about. Wir lieben unseren Job aber verlassen ihn, weil wir keinen anderen Ausweg sehen oder sogar krank werden. Muss das sein? @svpch #pflegeinitiative #pflege #op #spital #svp ♬ Originalton – nikki.undso

Im Video-Interview mit work erzählt uns Nikki, warum sie ihren Beruf trotz allem liebt, weshalb sie ein Erlebnis im OP bis heute verfolgt und warum der Frust über die ausbleibenden Verbesserungen im Gesundheitswesen immer grösser wird:

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