Monika Antenen-Künzle liebt ihren Beruf, das ist ihr anzusehen, wenn sie davon erzählt – von ihrem «Pflegeherzen», das besonders für ältere Menschen schlägt. Manche von ihnen blickten gelassen und dankbar, andere bereuend und verzweifelt auf ihr Ende, erzählt sie bei einem Kaffee in ihrer Wohnung in Bern Bethlehem. Dann ist Monika Antenen-Künzle da, hört zu, hält die Hand und spendet Trost. Als Pflegeassistentin ist sie für die Körperpflege der Bewohnerinnen und Bewohner zuständig, geht ihnen beim An- und Ausziehen sowie beim Essen zur Hand. Zudem wechselt sie die Bettwäsche, räumt das Zimmer auf, lüftet und unterstützt die diplomierten Pflegekräfte. Dank ihrer 35jährigen Erfahrung hat sich Monika Antenen-Künzle einiges an Know-how angeeignet und sich regelmässig weitergebildet. So reicht ihr Fachwissen im pflegerischen Bereich weit über das hinaus, was von einer Pflegeassistentin für gewöhnlich erwartet wird und was manch jüngere Berufskolleginnen und -kollegen mit ähnlicher Ausbildung mitbringen. «Deshalb ist es mein Wunsch, die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit nachzuholen», sagt die gebürtige Ostschweizerin. Auch wenn das in ihrem Fall bedeutet, dass sie nochmals komplett von vorne anfangen muss.