Wo, was, wer und wann am 14. Juni 2021:

Raus zum feministischen Streiktag!

Patricia D'Incau

Am 14. Juni wird die Schweiz wieder lila! work zeigt, was, wann, wo läuft: in der grossen Agenda zum feministischen Streiktag.

AUF ZUM STREIK. Klara mit Zora und Lovis, Nina, Annegret mit Jorma & Karin, am Frauenstreik 2019 in Zürich. (Foto: Mali Lazell)

Die grosse work-Agenda im PDF gibt’s hier.

Die Schweiz wird wieder lila! Zwei Jahre nach dem letzten historischen Frauenstreik mobilisieren Aktivistinnen landauf, landab zum feministischen Streiktag am 14. Juni. Mit krea­tiven Protestaktionen, Info-Ständen – und wo immer möglich: mit Kundgebungen und Demons­trationen.

AHV & CO. Zu fordern gibt es nach wie vor genug, denn: Lohndiskriminierung, sexualisierte Gewalt oder die mangelnde Anerkennung von bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit gibt es immer noch. Und die Coronakrise hat die Diskriminierung der Frauen sogar weiter verschärft (work berichtete: rebrand.ly/corona-frauen). Ausgerechnet jetzt wollen die bürgerlichen Parteien auch noch die Erhöhung des Frauenrentenalters durchboxen. Klar finden da die Frauen: «So nicht!»

JUBILÄEN. Doch wo gefordert wird, wird auch gefeiert. Schliesslich fallen heuer gleich vier gleichstellungspolitische Jubiläen zusammen: (Erst) seit 50 Jahren gibt es das nationale Frauenstimmrecht. (Erst) seit 40 Jahren ist in der Verfassung der Grundsatz der Gleichstellung zwischen Mann und Frau verankert. Vor 30 Jahren fand der erste Schweizer Frauenstreik statt. Und 25 Jahre ist es her, seit das Gleichstellungsgesetz eingeführt wurde. Allesamt Errungenschaften, die sich die Frauen über Jahrzehnte hartnäckig erkämpft haben.

Auch daran wird am diesjährigen 14. Juni erinnert.

Buchtipp: «Ich will alles!»

Der Fotoband «Ich will alles!» ist ein Projekt von ­Fotografin Mali ­Lazell und von Julia ­Haenni, die als freie Regisseurin, Autorin und Performerin arbeitet. Am historischen Frauenstreik 2019 in Zürich­ ­haben sie rund 90 Streikende vor die Kamera ­geladen und sie gebeten, ihre Forderungen aufzuschreiben. Ende Mai ist der bewegende Bildband nun im Verlag «edition clandestin» erschienen: www.edition-clandestin.ch und www.instagram.com/ichwill_alles

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