Ein rechtes Tief zieht auf
Anne-Sophie Zbinden, Chefredaktorin Zurzeit behandeln die rechtsbürgerlichen Parteien im Parlament die Demokratie wie den Wetterbericht. Scheint die Sonne, zitieren sie ihn gern: stabil, verlässlich, gut. Sobald aber Wolken aufziehen, sieht es plötzlich...

„Für ein besseres Klima brauche es eine ökosoziale und feministische Wende.“ Klima definiert sich als das Wetter in einem Zeitabschnitt von 30-50 Jahren. Also: Für besseres Wetter braucht es eine ökosoziale und feministische Wende. Na, ich weiss nicht. Etwas viel schwammige, nicht definierte und vollkommen hohle Begriffe und Schlagworte. Was genau ist jetzt „besseres Wetter /Klima“? Was bedeutet „ökosozial“? Das Zusammenleben im Haus betreffend? Aber das wird doch hoffentlich nichts mit „feministisch“ zu tun haben? Was ist eigentlich eine „Wende“? Ach, eklige Definitorik! Da drischt man doch wirklich lieber die Phrasen der CGIL, die bekanntlich Italien seit sieben Jahrzehnten zu einem singulär erfolgreichen Land macht. Florenz, Piazza Santo Spirito, Ostern 2019: Kommunisten und Gewerkschafter singen „o li olioliola, e la lega vincera“. Da kicherten die heiligen Hühner, und der Geist verflüchtigte sich definitiv.