Das Gespenst einer Rückkehr zum Saisonnierstatut, das diese Initiative mit sich bringen würde, treibt mich an, mich im Abstimmungskampf zu engagieren. Ich wünsche mir, dass nie wieder ein Kind ohne Vater oder ohne Mutter aufwachsen muss. Es erscheint mir als Pflicht gegenüber all dem, was wir Kinder von Saisonniers erlebt haben. Es ist grundlegend, zu erzählen und bekanntzumachen, was dieses Statut bedeutete. Ich spreche auch mit meinen jüngeren Arbeitskollegen, die zum Beispiel die Geschichte der Kinder von Saisonniers nicht kennen: Kinder, die wegen des Verbots des Familiennachzugs gezwungen waren, illegal in der Schweiz zu leben, versteckt in Schränken oder Kellern und zu absolutem Schweigen gezwungen, um nicht ausgewiesen zu werden. Ich bin Vater von zwei wunderbaren Töchtern im Alter von 16 und 18 Jahren. Ich engagiere mich auch für sie. Deshalb habe ich sie kürzlich an die von der Unia in Bern organisierte Migrationskonferenz mitgenommen. Dort konnten sie meine Geschichte und die anderer Kinder von Saisonniers hören. Denn auch wenn sie die Töchter einer Schweizerin und eines schweizerisch-portugiesischen Vaters sind, ist es richtig, dass sie auch diesen Teil ihrer Wurzeln kennen.»