Ratgeber
10 praktische Spartipps für den Alltag

Miete, Krankenkasse, Haushalt: Das Leben wird immer teurer, während viele Löhne hinterherhinken. Gerade Familien mit tiefem Einkommen müssen jeden Rappen umdrehen. work zeigt Ihnen, wie Sie im Alltag sparen können, ohne (zu starke) Einschränkungen in Kauf zu nehmen.

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WENN DAS GELD KNAPP IST: Mit diesen Tipps und Tricks lassen sich Kosten sparen. (Foto: Keystone)

Faire Löhne: Das ist eines der wichtigsten Ziele, wofür die Unia kämpft. Dennoch leben auch in der Schweiz viele Familien, Paare und Singles am Existenzminimum. Das kann auch die Unia ­leider nicht sofort ändern. Deshalb zehn Tipps, mit denen es sich sparen lässt. Denn: Was wirkt wie der Tropfen auf dem heissen Stein, ist in der Summe oft dennoch spürbar. 

1. Machen Sie ein Budget

Ja, es ist langweilig, aufwendig und macht kaum jemandem wirklich Spass: Dennoch ist es sinnvoll, die Ausgaben im Blick zu behalten, um Sparmöglichkeiten zu ­erkennen und Budgetziele festzulegen. Das geht am besten mit ­einem Kassenbuch oder noch einfacher über eine App. Der Dachverband Budgetberatung Schweiz bietet zum Beispiel kostenlos eine solche App an (mehr dazu hier: budgetberatung.ch/budget-app).

2. Sparen Sie Energie

Machen Sie den Stromfressern das Leben schwer. Das sind vor allem elektronische Geräte im Stand-by-Modus. Schalten Sie die Fernseher, Computer, Ladegeräte & Co. ganz aus, wenn sie nicht benutzt werden – am besten mit einer Steckerleiste, die an- und ausgeschaltet werden kann. Bei einer Neuanschaffung lohnt es sich, auf den Stromverbrauch zu achten. Die Plattform topten.ch bietet eine ­unabhängige Übersicht der energieeffizientesten Geräte und kann dabei helfen, sich zu informieren und das richtige Produkt zu ­finden. 

3. Wohnen Sie nicht zu warm

Bald beginnt wieder die kältere Jahreszeit und damit die Heiz­periode. Hier liegt enormes Sparpotential: Schon mit einem Grad weniger Raumtemperatur lassen sich je nach Gebäude zwischen fünf und acht Prozent Heizenergie einsparen, was Umwelt und Portemonnaie gleichermassen schont. Wichtig dabei ist richtiges Lüften im Winter: Kurz alle Fenster öffnen und richtig durchlüften, statt Fenster zu kippen. 

4. Zahlen Sie Rechnungen pünktlich, oder reagieren Sie sofort

Mahnungen können schnell teuer werden – eine Ausgabe, die sich vermeiden lässt. Machen Sie Daueraufträge, wo möglich, und legen Sie einen bestimmten Tag im Monat fest, an dem Sie Rechnungen bezahlen. Ist es Ihnen nicht möglich, eine Schuld fristgerecht zu begleichen, reagieren Sie sofort: Rufen Sie an und bitten Sie um Zahlungsaufschub oder klären Sie ab, ob Sie die Rechnung in Raten begleichen können. Das braucht Überwindung, oftmals stösst man aber auf Verständnis. 

5. Prüfen Sie die Kranken­kassenprämie 

A propos Krankenkasse: Auch hier lässt sich einiges sparen. Vergleichen Sie Ihre Versicherungsprämie jährlich, am besten über das unabhängige Vergleichsportal des Konsumentenschutzes (rebrand.ly/praemienvergleich). Falls Sie zu hohe Prämien zahlen: Wechseln Sie und achten Sie auf die Kündigungsfristen! Die Kündigung muss bis spätestens am letzten Arbeitstag im November bei der Versicherung eintreffen. Wählen Sie bei der Franchise entweder die niedrigste oder die höchste, alles dazwischen lohnt sich kaum. 

6. Leihen Sie, statt zu kaufen

Viele Maschinen und Geräte, die man im Haushalt so braucht, sind teuer und kommen dabei verhältnismässig selten zum Einsatz: Bohrmaschinen zum Beispiel, Schamponiergeräte oder Hochdruckreiniger. All das lässt sich ausleihen, von Freunden, Verwandten oder Nachbarn. Auch die Onlineplattform sharely.ch kann hier weiterhelfen. Hier wird fast alles zum Ausleihen angeboten, vom Fahrzeuganhänger über den Vertikutierer bis zum Tandem. Einfach kostenlos ein Profil erstellen, und los geht’s. Wer selbst zur Verleiherin oder zum Verleiher wird, kann sich auf diese Weise noch ein kleines bisschen dazuverdienen. 

7. Reparieren Sie, was möglich ist

Nein, dafür müssen Sie kein Handwerktalent sein, Reparieren geht auch mit zwei linken Händen und der richtigen Unterstützung. Mittlerweile gibt es fast in jeder Stadt ein Repair-Café (repair-cafe.ch). Die lokal organisierten Cafés – eine Initiative des Konsumentenschutzes – funktionieren so: kaputtes Gerät, zum Beispiel Staub­sauger, Computer oder Lampe, bringen und gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Profi reparieren. Werkzeuge können kostenlos vor Ort benutzt werden, und gängige Ersatzteile können oft vor Ort gekauft werden.

8. Erstellen Sie einen ­Mahlzeitenplan 

Was koche ich heute? Wer sich das schon am Sonntag für die ganze nächste Woche fragt und den Einkauf entsprechend plant, kauft bewusster und meist günstiger ein. Mit einem Wochenplan können Sie verhindern, zu viel oder das Falsche einzukaufen, und Foodwaste kann so auf ein Minimum reduziert werden.

9. Ersetzen Sie teure Putzmittel

Putz- und Reinigungsmittel sind teuer und gehen besonders ins Geld. Achten Sie auf Aktionen, so lässt sich schon einiges einsparen. Oder machen Sie Ihre Reinigungsmittel einfach selbst! Dazu braucht es oft nicht viel mehr als das, was ohnehin im Haushalt vorhanden ist. Online gibt es viele Tipps und Rezepte dazu, zum Beispiel von «Zero Waste Switzerland» (rebrand.ly/zerowaste­switzerland) oder «5MS» (rebrand.ly/5ms-reinigungsmittel).

10. Teilen Sie die Kosten fair auf

Kein direkter Spartipp, aber dennoch wichtig, gerade wenn das Geld knapp ist: Teilen Sie die Kosten unter sich als Paar fair auf. Denn oftmals verdienen Frauen immer noch weniger als Männer, auch dann, wenn beide 100 Prozent arbeiten. Bei grossen Einkommensunterschieden sollte man die gemeinsamen Kosten wie Miete, Lebensmittel und das Auto prozentual auf­teilen. Das heisst also, dass jede Person im Verhältnis zu ihrem Einkommen den gleichen Prozentsatz an die gemeinsamen Ausgaben beisteuert. Weitere Tipps dazu finden Sie auf der Website der Budgetberatung (rebrand.ly/kosten-aufteilen).

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