Sie erhalten fast 1 Million pro Jahr
Prämien steigen weiter an – die Löhne der Krankenkassen-Chefs auch

Die Krankenkassenprämien steigen wieder kräftig an und killen die Kaufkraft der Büezerinnen und Büezer. Derweilen stecken sich die Chefs Jahresgehälter von knapp einer Millionen Franken ein.

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HABEN AM MEISTEN ZUGELEGT: CSS-Chefin Philomena Colatrella hat 2025 im Vergleich zum Vorjahr 17,3 Prozent mehr verdient (998'611 Franken) und Helsana-Chef Roman Sonderegger sogar 25,2 Prozent (996'029 Franken). (Montage: work)

Das Resultat könnte deutlicher nicht sein: Gemäss dem letzten Sorgenbarometer, das im Dezember 2025 publiziert wurde, sorgen sich die Schweizerinnen und Schweizer vor allem um die steigenden Krankenkassenprämien. Fast die Hälfte der Befragten gab dies als Top-Sorge an (45 Prozent). Klimawandel und Altersvorsorge kamen «nur» auf 31 bzw. 30 Prozent.

Das überrascht nicht. Die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren steil nach oben. Sie sind in den letzten Zehn Jahren um fast 40 Prozent gestiegen. Und das ist nur der Durchschnitt. Je nach Kasse, Wohnort und Alter hat sich die Prämie in Extremfällen sogar verdreifacht. Zum Vergleich: Seit 2016 stiegen die Reallöhne in der Schweiz durchschnittlich bloss um mickrige 0,7 Prozent. Die steigenden Prämien killen also die Kaufkraft – bis in den Mittelstand hinein.

Vor kurzem die neuste Ankündigung: Das Bundesamt für Gesundheit rechnet für 2027 wieder mit einem Anstieg um 4,5 bis 5 Prozent. Während sich der Grossteil der Bevölkerung fragt, wie er dies stemmen soll, müssen sich die CEOs der grossen Schweizer Krankenkassen darüber keine Sorgen machen. Krankenkassenprämien sind Kopfprämien. Die Millionärin bezahlt also gleich viel wie der Strassenbauer. Wie der «Tages-Anzeiger» kürzlich ausgewertet hat, lassen sich die Chefs der grossen Schweizer Kassen ihre Posten ordentlich bezahlen. Drei CEOs (CSS, Helsana und Sanitas) kratzen mit ihrer Gesamtvergütung knapp an einer Million Franken pro Jahr. Auch die Lohnerhöhungen waren teils massiv: Der Helsana-Chef steigerte seine Vergütungen um über 25 Prozent, die Chefin der CSS um über 17 Prozent.

Und so sieht die Rangliste gemäss der Auswertung aus:

Platz 1: Philomena Colatrella, Chefin CSS

(Foto: CSS)

Gesamtvergütung 2024: 851'678 Franken
Gesamtvergütung 2025: 998'611 Franken
Anstieg um 17,3 Prozent


Platz 2: Roman Sonderegger, Chef Helsana

(Foto: Helsana)

2024: 795'726 Franken
2025: 996'029 Franken
Anstieg um 25,2 Prozent


Platz 3: Andreas Schönenberger, Chef Sanitas

(Foto: Sanitas)

2024: 976'433 Franken
2025: 982'506 Franken
Anstieg um 0,6 Prozent


Platz 4: Thomas Boyer, Chef Groupe Mutuel

(Foto: Groupe Mutuel)

2024: 787'183 Franken
2025: 797'155 Franken
Anstieg um 1,3 Prozent


Platz 5: Reto Dahinden, Chef Swica

(Foto: Swica)

2024: 757'969 Franken
2025: 785'334 Franken
Anstieg um 3,6 Prozent


Platz 6: Angelo Eggli, Chef Visana

(Foto: Visana)

2024: 741'138 Franken
2025: 744'735 Franken
Anstieg um 0,4 Prozent


Platz 7: Thomas Harnischberg, Chef KPT

(Foto: KPT)

2024: 637'000 Franken
2025: 640'000 Franken
Anstieg um 0,4 Prozent


Platz 8: Nikolai Dittli, Chef Concordia

2024: 528'929 Franken
2025: 498'668 Franken
Minus von 5,7 Prozent

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