Lernende fragen ‒ die Unia rät
Ich fühle mich noch nicht bereit für die grosse Maschine

Unia-Jugendsekretärin Félicia Fasel beantwortet Fragen rund um Lehre, Berufsschule und Praktikum. Hast auch du eine Frage? Schreib an lehre@unia.ch

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Neulich wollte mein Arbeitgeber, dass ich mit einer grossen Bandschleifmaschine arbeite. Ich bin Lernender im 1. Lehrjahr als Schreiner und hatte die Maschine erst einmal benutzt. Ich sagte, dass ich mich noch nicht sicher genug fühle, aber mein Berufsbildner meinte, man müsse es halt machen, um den Beruf zu lernen. Was kann ich in so einer Situation tun?

Félicia Fasel, Unia Jugen-Sektretärin. (Foto: Tanja Lander)

«Du musst das deinem Chef offen sagen. In der Lehre bist du da, um zu lernen – aber dein Betrieb hat auch die gesetzliche Pflicht, deine Gesundheit zu schützen. Bevor du eine potentiell gefährliche Maschine benutzt, hast du das Recht auf klare Erklärungen, eine Vorführung, genügend Betreuung und die passende Schutzausrüstung.

Bei Gefahr oder wenn eine Arbeit unsicher erscheint, haben Arbeitnehmende – auch Lernende – das Recht, Stop zu sagen und die Arbeit zu unterbrechen, bis die Situation wieder sicher ist. Wenn dein Berufsbildner trotzdem Druck macht, erkläre ruhig, was dir noch fehlt, um sicher arbeiten zu können (Erklärungen, Begleitung, Übung oder Schutzaus­rüstung). Du kannst auch verlangen, dass eine qualifizierte Person während der Arbeit bei dir bleibt. Falls solche Situationen häufiger vorkommen, notiere dir Datum und Vorfälle und sprich mit deiner Berufsfachschule, dem Lehrlingsinspektorat, dem Berufsbildungsamt oder deiner Gewerkschaft darüber. Lernende dürfen nicht gefährdet werden.»

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