Ich überlegte, wie ich unauffällig die Ambulanz rufen könnte, weil mir schien, dem Schärmeli hat’s chli ins Hirni gschneit. Aber dann fing er an zu weinen. Es sei ihm alles zu viel. Sie hätten den Auftrag, alle Versicherten für ein JA zu motivieren für die BVG-Reform am 22. 9., aber er komme ja selber nicht recht draus. Es sei so kompliziert. Ich nickte, weil es ist echt kompliziert. Wenn er nicht 50 Ja-Stimmende gewinnen könne, werde er entlassen, und das mit 62. Das wünscht man natürlich keinem, handkehrum: «Sie bekommen ja sowieso viel mehr Rente als ich!» Nein das glaube er nicht. «Doch, das glaube ich schon.» Ich habe meinen Pensionskassenausweis geholt, und wir haben gerechnet, und dann hat er ganz erstaunt gesagt, dass mein BVG sehr tief sei, also sehr, sehr tief. Ich nickte: «Sag ich ja! Und bis ich pensioniert bin, ist der Umwandlungssatz vermutlich auf 2 Prozent. Und die Teuerung wird auch nie ausgeglichen.»