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Elektroauto: Superschnelles Joe-Biden-Auto neu mit grosser Klappe vorne

Die Amis spinnen mit ihren Riesen-Benzinschleudern. Doch 2022 bringt Hersteller Ford jetzt den Elektro F 150 auf den Markt. Im Falle eines Blackouts kann seine Batterie bis zu 3 Tage das eigene Haus mit Strom versorgen.

ELEKTRO-MONSTER: Der F 150 Lightning verbraucht statt 12 Liter Benzin auf 100 Kilometer nur 20 Kilowattstunden und beschleunigt in weniger als 5 Sekunden auf 100 km/h. (Foto: PD)

Der Benziner Ford F 150 passt in keine Schweizer Tiefgarage. Trotzdem oder gerade deshalb kaufen ihn die Menschen in den USA wie wild. Denn die Amis ­spinnen mit ihren Riesenkarossen. Doch bereits nächstes Jahr soll nun der Elektro F 150 anrollen. Und Präsident Joe Biden hat ihn für uns getestet.

In den USA sind die Spritpreise tief. Der Liter Benzin kostet immer noch weniger als 70 Rappen. Einen Franken weniger als in der Schweiz.

Die Menschen in den USA fahren auch drum andere Autos als wir in Europa. Der Mini-Truck F 150 von Ford ist seit 43 Jahren das meistverkaufte Auto. Verglichen mit den SUV-Autos in der Schweiz sind diese Mini-Truck-Monster 5,89 Meter lang und 2,19 Meter breit. Sie passen in kein Schweizer Parkhaus. Und saufen mehr als 12 Liter auf hundert Kilometer. Und dennoch liefert Ford fast 900’000 dieser mehr als 2 Tonnen schweren Brummer aus. Pro Jahr!

Gut, dass wir schlicht viel zu vernünftig sind, als dass sich solche Karren selbst im Schweizer Alpenraum durchsetzen könnten.

ROLLENDES WOHNZIMMER

Joe Biden weigert sich, CO2-Steuern einzuführen. Warum? Er hat allen versprochen, die weniger als 400’000 Dollar pro Jahr verdienen, dass er ihre Steuern nicht erhöhen werde. Mehr bezahlen sollen die hohen Einkommen und Vermögen, falls die Republikaner zusammen mit den rechten Demokraten dies nicht verhindern.

Deshalb wird auch der neue Ford Elektro F 150 namens Lightning nicht viel teurer sein als die bisherigen Modelle. Und die Vorteile lassen die Augen vieler Trump-Fans vor Vorfreude glänzen:

Vorteil 1: Joe Biden setzte sich als erster medienwirksam in einen Elektro F 150, drückte aufs Gas und quietschte vor Freude. Denn die stärkste Variante beschleunigt in weniger als 5 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Reichweiten werden zwischen 350 und 480 Kilometer liegen. Der Verbrauch etwas über 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Vorteil 2: Der Elektro-Truck zeigt an, wie viel Kilo bereits geladen wurden. Damit man von der Polizei nicht erwischt wird. Wer mehr Gewicht bewegen will, kann in den USA einen Anhänger mit bis zu 4,5 Tonnen Gesamtgewicht an den Haken nehmen.

Vorteil 3: Unter der bisherigen Motorhaube befindet sich im Frontbereich des Fahr­zeuges neu ein gut geschützter Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von beacht­lichen 400 Litern. Genau das, was bisher gefehlt hat.

Vorteil 4: Man kann die Batterie des F 150 laden und entladen. Auf der Baustelle ersetzt der Truck einen Generator: Stecker rein und Bretter sägen. Der F 150 soll weiter für die Stabilisierung des maroden amerikanischen Stromnetzes sorgen: Er saugt Strom aus dem Netz, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, und er bläst Strom in das Netz, wenn die Preise für Strom hoch sind. Und im Falle eines Blackouts kann die Autobatterie bis zu 3 Tage das eigene Haus mit Strom versorgen. Kombiniert mit einer Solaranlage sogar beliebig lange. Ideal auch für alle verrückten Prepper (siehe Link).

Vorteil 5: Auf 160’000 Kilometer US-Fern­strassen können alle bereits weitgehend autonom fahren. Und aus dem F 150 wird somit schrittweise so etwas wie ein rollendes Wohnzimmer, eine kuschelige Schlafstube oder ein Fernsehzimmer.

Die Zeitschrift «Auto, Motor, Sport» fasst das Resultat ihrer Recherchen wie folgt zusammen:«Ford hat den neuen F 150 Lightning mit Elektroantrieb präsentiert. Der Pickup wird 2022 auf den Markt kommen und bietet viel neue Technik, darunter die Notstromversorgung fürs Eigenheim. Dazu ruft Ford einen Hammerpreis auf, der die Konkurrenz schlucken lassen dürfte.»

USA GEGEN CHINA

Joe Biden wird den Verkauf dieser Elektroautos zusätzlich mit Subventionen und Steuersenkungen fördern. Und mit billigem Strom aus Solar- und Windkraftwerken.

Die Strategie dahinter: Die USA schaffen den schnellen ökologischen Umbau. Dank besten Rahmenbedingungen. Sie belegen Waren aus Ländern, die wie China mit seinen Kohlekraftwerken weniger schnell beim Ausstieg aus dem fossilen Kapitalismus sind, mit Strafzöllen und technischen Handelshemmnissen. Ex-US-Präsident Ronald Reagan hat Russland mit Waffensystemen totgerüstet. Biden will den Aufstieg Chinas mit ökologischem Umbau verzögern. Ein Kampf der Systeme ist im Gang.

Für die Schweiz müsste der Autobauer Subaru einen vernünftigen Elektro-Forester mit alle diesen Funktionen als Alter­native auf den Markt bringen. Sonst muss man plötzlich diese zu schweren Ami-Brummer noch verbieten.

Links zum Thema:

  • rebrand.ly/f150
    Nach dem TCS flippt jetzt auch die Zeitschrift «Auto, Motor, Sport» voll Richtung Elektro-mobilität.
  • wikipedia.de
    Was ist ein Prepper? Was eine Prepperin? Nach­lesen auf Wiki­pedia hilft weiter.

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