29. November: Schluss mit Zwangsinvestitionen in Waffengeschäfte
Machen wir unser Volksvermögen sauber!

Blutgeld für unsere Renten? Dem will die Kriegs­geschäftsinitiative ein Ende machen. Und das ­würde erst noch rentieren.

KRIEGSEXPORTE: Auch unsere Renten werden dafür missbraucht. (Foto: kriegsgeschaefte.ch)

2019 haben Schweizer Firmen Kriegsmaterial im Wert von 728 Millionen Franken exportiert. Während die gesamten Warenausfuhren der Schweiz nur um drei Prozent anstiegen, erhöhten sich die Kriegsmate­rialexporte um 43 Prozent.

728 Millionen Franken sind im Verhältnis zu den gesamten Schweizer Exporten zwar nicht viel. Aber sie sind trotzdem zu viel, weil sie auch in Menschenrechtsverweigerer-Länder gehen wie Bangladesh, Bahrain, Pakistan und den Kopfab-Staat Saudiarabien. Und es kommt dieses Jahr wohl noch schlimmer: Im ersten Halbjahr 2020 exportierte die Schweiz Kriegsmaterial im Wert von mehr als 501 Millionen Franken. Trotz Coronakrise töten Schweizer Waffen rund um den Globus.

FINANCIERS DES TODES

Mindestens gleich schlimm wie die Händler des Todes sind die Financiers des Todes. Milliarden von Schweizer Kapital fliesst in internationale Waffenhersteller. Vor allem in die USA. Detailliertere Zahlen hat der kundige work-Autor und Menschenrechtsspezialist Jean Ziegler in seiner Kolumne herausgearbeitet. Besonders störend: auch Milliarden unseres Volksvermögens von der Schweizer Nationalbank, von unserem zwangsgesparten Pensionskassengeld und auch vom AHV-/IV-Ausgleichsfonds werden in Waffenhersteller investiert. Ohne dass wir dazu etwas zu sagen hätten. Dem will die Kriegsgeschäftsinitiative, die von der Gruppe Schweiz ohne Armee und den Jungen Grünen lanciert wurde, ein Ende machen. Übrigens: Auf die Erträge der Pensionskassen und des AHV-Fonds hat ein Verzicht auf blutige Investitionen keine negativen Auswirkungen. Das zeigen sämtliche Vergleichszahlen der letzten Jahre. Und die Initiative ist ohne grossen Aufwand umsetzbar.

PROBLEMLOS MACHBAR

Das sagt sogar die AXA, eine der grösseren Schweizer Pensionskassen: «Problemlos machbar», heisst es dort. Neben den Waffendealer-Lobbyisten operiert nur die Schweizer Nationalbank mit Horrorzahlen zu angeblichen Ausfällen. Und weigert sich, diese auch nur ansatzweise zu begründen. Dabei verwaltet ihr von der SVP ins Amt gehievter Präsident Thomas Jordan unser aller Volksvermögen.

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