Auf die Strasse!Checkliste für die Lohn-Demo
Am 21. September steigt in Bern die grosse Lohn-Demo. Was in jeden Demo-Rucksack gehört – und was besser zu Hause bleibt.
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Am 21. September steigt in Bern die grosse Lohn-Demo. Was in jeden Demo-Rucksack gehört – und was besser zu Hause bleibt.
«Liebe Kolleginnenund Kollegen Seit 2021 sinken unsere Reallöhne. Das sind drei Jahre in Folge. Das gab es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie.
Ein Altersheimchef hält sich an keine Gesetze: Knall auf Fall schliesst er den Betrieb, die Suppe auslöffeln müssen andere. Doch die Mitarbeitenden wollen ihm jetzt die Rechnung präsentieren.
Was ist Lohn? Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Lohn ist, was die Firma Ende Monat auf das private Konto des Arbeitenden überweist. Die «Entschädigung» für die «Vermietung» der Arbeitskraft quasi.
Die Kaufkraft der Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen ist seit Jahren massiv unter Druck. Das zeigt jetzt auch eine Lohn-Umfrage im Kanton Bern. Skandalös: Frauen sind davon besonders betroffen.
Flusskreuzfahrten boomen. Doch die Branche ist nicht transparent – und fühlt sich wohl gerade deshalb in der Schweiz pudelwohl.
«Die Löhne sind besonders im Gesundheitswesen nicht fair. Die sogenannte Lohnerhöhung, die wir letztes Jahr erhalten haben, hat die Inflation überhaupt nicht abgedeckt.
Am 21. September findet in Bern die grosse Lohn-Demo statt. Wieso es wichtig ist, dass an diesem Tag möglichst viele Menschen auf die Strasse gehen, zeigen diese Zahlen.
Die Lohnverhandlungen im Bauhauptgewerbe starten mit einem Affront: Die Meister verweigerten in der ersten Runde partout ein Angebot für eine generelle Lohnerhöhung. Und das, obwohl ihre Umsätze überborden, während die Reallöhne der Büezer seit 2016 sinken.
70 Mitarbeitende der Metallbaufirma Progin SA in Bulle FR traten wegen fehlender Lohnzahlungen in den Streik. Zwei Tage später meldete Progin Konkurs an. Vergebens war der Streik trotzdem nicht.
Ein menschenwürdiges Leben im Alter: Das Unia-manifest für gute Pflege entwirft Strategien, um dieses Ziel zu erreichen. Am 31. August haben es die Teilnehmenden der Pflege-Fachtagung intensiv diskutiert und schliesslich einstimmig verabschiedet.
Immer produktiver, doch real weniger Geld im Sack – das ist in den letzten Jahren die bittere Realität für die meisten Lohnabhängigen in der Schweiz. Die Gewerkschaften fordern jetzt bis zu 5 Prozent mehr Lohn. Und sie haben gute Gründe.