Hilmi Gashi ist Chefredaktor von «Horizonte». Er sagt: «Als Redaktion hätten wir uns eine längere Übergangszeit gewünscht, vor allem, um unsere Leserinnen und Leser, die älter und an Papier gewöhnt sind, nicht zu verlieren. Aber die Geschäftsleitung hat anders entschieden, und wir passen uns an.» Dennoch überwiegen für Gashi die Vorteile dieser Umstellung: «Als Produkt, das den Zeitungen der Unia angegliedert ist, war ‹Horizonte› etwas versteckt. Eine Migrantin oder ein Migrant musste die Zeitung area, work oder L’Evénement syndical öffnen, um Inhalte in der Muttersprache zu finden. Mit der Umstellung auf digitale Medien wird sich die Sichtbarkeit von ‹Horizonte› verbessern. Ausserdem können wir über das Internet ein breiteres Publikum erreichen. Also auch Menschen, die sich für die von ‹Horizonte› behandelten Themen interessieren, aber bisher keine Informationen erhalten haben, weil sie nicht Unia-Mitglied sind. Die Änderung ermöglicht es uns, unsere Inhalte über verschiedene Kanäle zu verbreiten: über das Internet, aber auch über die sozialen Netzwerke. Auf diese Weise sensibilisieren wir die Menschen für die Gewerkschaftsarbeit und versuchen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für uns zu gewinnen.»