Neue Oxfam-Studie
Die 12 Reichsten besitzen mehr als die halbe Weltbevölkerung

Am WEF trifft sich dieses Jahr die autoritäre Rechte mit den Konzerneliten. Sie präsentieren ihre Rezepte zur Sicherung ihrer Herrschaft und ihrer Vermögen.

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MILLIARDEN-MEETING: Der WEF-Jahrmarkt der Eitelkeiten in Davos. (Foto: Keystone)

Die 12 reichsten Menschen sind heute reicher als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die Vermögen der Milliardäre wuchsen 2025 weltweit erneut um rekordhohe 16 Prozent. Und Elon Musks Vermögen wächst inzwischen so schnell, dass er in vier Sekunden mehr verdient als ein Mensch mit einem durchschnittlichen Einkommen in ­einem ganzen Jahr. Diese verrückten Zahlen liefert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam in ihrem neusten, ausführlichen Bericht zur weltweiten Ungleichheit. 

Immer weniger Staat

Seit dem ersten WEF-Treffen im Jahr 1971 hat sich das Weltvermögen mehr als verfünffacht und gleichzeitig stark von staatlichen zu privaten Akteuren verschoben. Der Anteil an öffentlichem Vermögen, etwa von Schulen, Spitälern oder staatseigenen Unternehmen, nahm in den letzten 50 Jahren von 28 Prozent des Weltgesamtvermögens auf heute nur noch 12 Prozent ab. Ganz im Sinne der Manager und neoliberalen Politikerinnen, die sich am WEF treffen und Freihandel und Marktwirtschaft predigen.

Doch dieses Jahr geben vor allem die autoritären und teilweise rechtsextremen Kräfte den Ton an. Neben Regierungschefs wie Donald Trump, Ägyptens Präsident und Militärdiktator Abdelfatah al-Sisi oder Argentiniens Präsident, «Kettensägenmann» Javier Milei, kommt auch erstmals der britische Rechtspopulist Nigel Farage. Als Alternative zur Uno weibelt Trump auch für das neu erschaffene und von ihm präsidierte «Board of Peace», mit dem er in Zukunft internationale Konflikte regeln will. Der Eintrittspreis für Staaten zu diesem Trump-Gremium liegt bei einer Milliarde US-Dollar. 

Techkonzerne als Machtfaktor

Auf der Seite der Konzerne sind neben Schweizer Firmen wie UBS und Novartis vor allem die CEO der Techkonzerne auf der Rednerliste des WEF. Um die durch Armut und Demokratieabbau entstehenden Aufstände bekämpfen zu können, sind Regierungen auf deren Technologie angewiesen. Neben Meta und Google preist sich vor allem der Überwachungskonzern Palantir an.

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