Zum Glück für die Schweiz griffen nun die europäischen Mächte ein. Dies geschah am Wiener Kongress, der von den Grossmächten 1815 organisierten Friedenskonferenz. Für die Schweiz schrieben die Vertreter der ausländischen Mächte eine neue Verfassung. Österreich, Russland, Preussen, England und Frankreich: Sie würden im Interesse des Friedens in Europa handeln, betonten sie. Diese Verfassung beruhte im wesentlichen auf den Grundlagen der 1803 geschaffenen, föderalistischen Ordnung. Österreich, Russland und England zwangen die Eidgenossen, die neuen Kantone Aargau, Thurgau, St. Gallen, Graubünden, Tessin, Waadt, Genf, Neuenburg und das Wallis gleichberechtigt in den Bund aufzunehmen. Dies war die Bedingung für die Anerkennung als souveräner Staat. Hätte es diese Intervention von aussen nicht gegeben, gäbe es heute keine Schweiz.