Die sommerlichen Temperaturen vereinfachen die Arbeit nicht. Doch es gibt ein paar Tipps, die Ihnen die Arbeit bei über 30 Grad leichter machen. Von Sina Bühler (Foto: KEYSTONE)

Wenn uns morgens um sieben schon der Schweiss auf der Stirne steht, uns nachts so - gar ein einfaches Leintuch zu warm ist und wir die Mittagspause am liebsten im Schwimmbad verbringen, ist die Arbeit nicht immer ein Vergnügen. Eine gesetzliche Temperaturgrenze, bei der wir hitzefrei bekommen, gibt es allerdings nicht. Der Entscheid liegt alleine in der Hand Ihrer Vorgesetzten. Im Gesetz hingegen steht, dass diese Ihrer Gesundheit Sorge tragen müssen. Dazu gehört auch, dass ein Arbeitsraum auf möglichst angenehme Temperaturen herunterkühlt sein muss.
Wenn Ihr Arbeitsplatz unerträglich heiss ist, sollten Sie mit der Chefin, dem Chef reden: Vielleicht können Ventilatoren, Klimageräte, ein kühlerer Arbeitsplatz oder ein Verschieben der Arbeitszeit auf die kühleren Morgenstunden organisiert werden. Das Gleiche gilt übrigens, falls die Klimaanlage die Arbeitsräume auf arktische Temperaturen herunterkühlt, so dass Sie sich mitten im Sommer erkälten. Reden Sie mit Ihren Vorgesetzten und fordern Sie eine Anpassung der Temperatur.



FLÜSSIGKEIT: Bei der Arbeit im Freien ist es besonders wichtig, sich vor der Hitze und den Sonnenstrahlen zu schützen. Viel Trinken ist ein Muss.

NACHTS LÜFTEN. Was Sie selber tun können, ist ein vernünftiger Umgang mit der Sonneneinstrahlung. Lassen Sie tagsüber die Fenster geschlossen. Mitten im Sommer ist es draussen viel heisser als drinnen. Nur nachts und am Morgen früh ist es umgekehrt, und Sie sollten in dieser Zeit lüften. Lassen Sie am Tag die Rollläden herunter oder ziehen Sie die Vorhänge, um eine direkte Sonneneinstrahlung auf Ihren Arbeitsplatz zu vermeiden. Aber passen Sie auf: Wird der Raum so dunkel, dass Sie künstliches Licht anmachen müssen, kann eine heisse Lampe den Kühleffekt wieder zunichte machen.
Gleiches gilt bekanntlich für den offenen Kühlschrank. Obwohl Sie im ersten Moment den Eindruck haben, dass die kühle Luft hilft, rächt sich das sofort: Der Kühlschrank braucht nun viel mehr Energie und damit Abwärme, um wieder herunterzukühlen. Darum sollten Sie im Büro auch alle Geräte abschalten, die Sie gerade nicht benötigen, und zwar völlig. Selbst im Ruhemodus geben sie nämlich Wärme ab.

LUFTIGE KLEIDER. Passen Sie auch Ihre Kleidung an die Temperaturen an. Das heisst nicht, dass Sie möglichst wenig Stoff tragen sollen. Das ist am Arbeitsplatz nicht nur unangemessen, es nützt auch nicht wirklich viel. Achten Sie vielmehr darauf, dass Sie nur natürliche Materialien tragen, die kühlend wirken: Seide, Leinen oder sogar Merinowolle. Und passen Sie im Sommer Ihre Essgewohnheiten an: Vermeiden Sie Fettiges, essen Sie leicht, trinken Sie viel. Mindestens zwei bis drei Liter Wasser, Tee oder verdünnten Fruchtsaft sollten es täglich sein. Wichtig: Stürzen Sie die Getränke nicht eiskalt herunter. Sonst schwitzt der Körper, um den Schock auszugleichen.

work, 29.06.2017