Steuern zahlt niemand gern.
Darum haben es SVP und FDP
leicht, wenn sie Steuersenkungen
durchsetzen. Doch der
Trick dabei ist: Ihre Angriffe auf
die Steuern sollen nicht Familien
und kleine Einkommen entlasten.
Sie zielen darauf ab, die
Gewinne von Aktionären und
Konzernen zu erhöhen.
NULLSTEUERN. Das nimmt in
Fällen wie Obwalden, Schwyz
oder Zug bizarre Formen an.
Globale Konzerne werden mit
Nullsteuern (Obwalden: 0,01
Promille) für ihre Holdings angelockt.
Diese Einladung zur
Steuerflucht schafft so gut wie
keine Arbeitsplätze. Es mästet
nur Treuhänder und Banken.
Offensichtlich nützen solche
neoliberalen Steuerreduktionen
der arbeitenden Bevölkerung
nicht, sondern schaden
ihr. Denn mit Steuern werden
Bahn, Spitäler und die anderen
öffentlichen Dienste und ein
Teil der sozialen Sicherheit finanziert,
die der Mehrheit dienen.
Steuern haben einen Umverteilungseffekt.
Genau diese
sozial ausgleichenden Funktionen
des Staates wollen SVP und
Freisinn zerstören, indem sich
die Reichen den Steuern, also
der Gesellschaft, entziehen.
Das erkennt man daran,
dass die Steuern für Konzerne
und Reiche in der Schweiz einen
Tiefststand erreicht haben.
Davon spüren die normalen
Lohnabhängigen jedoch nichts.
Was Obwalden und andere
Kantone betreiben, diesen brutalen
Steuerwettbewerb, ist die
schärfste Waffe der Reichen gegen
den Staat. Darum verlangt
die SP in einer eidgenössischen
Initiative Steuergerechtigkeit.
Sie kommt in den nächsten Jahren
zur Abstimmung.
GEGENFEUER. Ein weit wirksameres
Gegenfeuer zur neoliberalen
Demontage will jetzt der
Zusammenschluss der linken
Organisationen Erklärung von
Bern, Attac und Denknetz anzünden.
In einem Manifest für
eine Steuerwende brechen sie
mit einem bürgerlichen Tabu.
Sie entwerfen ein gerechtes
Steuersystem gegen die Steuerflucht
der Reichen und der Konzerne.
Und für ausreichende
Steuereinnahmen. Knapp gefasst:
Sie wollen Steuern, die
den Arbeitenden dienen. Das
Manifest kann man unterschreiben
unter:
www.steuerwende.ch
work, 3.12.2009


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